Nachtrag und Prognose

Hauptversammlung stimmt mehrheitlich den Beschlussvorschlägen zu

Auf der Hauptversammlung der Deutsche Post AG am 21. April 2009 haben rund 2.000 Aktionäre mit großen Mehrheiten den Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt. Unter anderem beschlossen die Aktionäre die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von 0,60 € je Aktie. Die Dividendensumme beträgt somit insgesamt 725 Mio €. Bezogen auf den Jahresschlusskurs unserer Aktie ergibt sich eine Netto-Dividendenrendite von 5%. Die Dividende ist am 22. April 2009 ausgezahlt worden und ist für inländische Investoren steuerfrei. Der Vorstand wurde ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des bestehenden Grundkapitals – erstmals auch unter Einsatz von Derivaten – zu erwerben. Außerdem wurde genehmigt, das Grundkapital um bis zu 240 Mio € durch Ausgabe von bis zu 240 Millionen Aktien zu erhöhen. Mit großer Mehrheit wurden Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2008 entlastet. Die Hauptversammlung hat außerdem Dr. Ulrich Schröder, Vorsitzender der KfW Bankengruppe, Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG, und Dr. Stefan Schulte, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, in den Aufsichtsrat gewählt.

 

Welthandel bleibt von der Rezession stark betroffen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2009 mit einem Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um 1,3%. Der Welthandel wird von der Rezession überdurchschnittlich stark betroffen. Die Welthandelsorganisation erwartet einen Rückgang des Handelsvolumens um 9% gegenüber dem Vorjahr.

Für die Vereinigten Staaten wird die Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte spürbar zurückgehen. Die Prognosen bewegen sich zwischen einer moderaten konjunkturellen Erholung in der zweiten Jahreshälfte und einer lang anhaltenden Schwächephase. Der IWF rechnet mit einem BIP-Rückgang um 2,8% gegenüber 2008.

Japan gehört zu den Ländern, die von der globalen Rezession am stärksten betroffen sind. Das BIP dürfte 2009 massiv sinken (IWF: −6,2%). In China wird das Wachstumstempo im laufenden Jahr zwar deutlich nachlassen. Im Vergleich mit anderen Ländern oder Regionen wird die wirtschaftliche Dynamik aber hoch bleiben (IWF: 6,5%).

Die Wirtschaftsleistung des Euroraums wird 2009 ebenfalls deutlich schrumpfen (IWF: −4,2%). Spürbare Belastungen werden dabei voraussichtlich vom Außenhandel ausgehen. Im Zusammenspiel mit der expansiven Geldpolitik der EZB bieten die in vielen Ländern beschlossenen Konjunkturprogramme aber die Chance auf eine Stabilisierung der Wirtschaft oder sogar auf eine moderate Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2009 stark, um knapp 5% bis 6% (DIW: −4,9%, IWF: −5,6%, Konjunkturforschungsinstitute: −6%), zurückgehen. Den wichtigsten Belastungsfaktor bilden die Exporte, die massiv unter dem Einbruch des Welthandels leiden. Der private Verbrauch könnte dagegen stabil bleiben.

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